Manche Erfahrungen sind längst vorbei – und trotzdem scheint etwas davon geblieben zu sein.
Vielleicht kennst Du Aussagen wie: „Das schlägt mir auf den Magen“, „Das steckt mir noch in den Knochen“ oder „Da zieht sich bei mir alles zusammen.“ Solche Redewendungen zeigen, wie eng wir bereits im Alltag körperliches Erleben und persönliche Erfahrungen miteinander verbinden.
Aber was steckt tatsächlich hinter dieser Verbindung? Kann ein Körper sich an etwas erinnern? Was bedeutet es, wenn eine längst vergangene Situation Jahre später noch mit einer körperlichen Reaktion verbunden zu sein scheint? Und was ist mit dem Begriff Zellgedächtnis gemeint, der in diesem Zusammenhang ebenfalls immer wieder auftaucht?
Der Begriff Körpergedächtnis wird in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. In der Forschung geht es beispielsweise darum, wie frühere körperliche Erfahrungen Wahrnehmung, Verhalten und Erleben beeinflussen können. Innerhalb der Aurachirurgie wird der Begriff dagegen in ein anderes Arbeitsmodell eingeordnet: Belastende Erfahrungen können demnach als belastende Informationen weiterwirken und sich über Resonanz zeigen.
Beide Perspektiven sollten nicht miteinander vermischt werden. Wissenschaftliche Forschung zum Körpergedächtnis ist kein wissenschaftlicher Nachweis für die Methoden oder Erklärungsmodelle der Aurachirurgie. Gleichzeitig kann es interessant sein, sich mit beiden Sichtweisen auseinanderzusetzen.
Was bedeutet Körpergedächtnis?
Körpergedächtnis ist mehr als bewusste Erinnerung
Wenn wir von Erinnerung sprechen, denken wir normalerweise an unser bewusstes Gedächtnis. Wir erinnern uns an einen Menschen, einen Ort, ein Gespräch oder ein bestimmtes Ereignis. Eine Erinnerung kann als Bild auftauchen, als Stimme, als Gedanke oder als Erzählung.
Körperliche Erfahrungen können jedoch auf andere Weise mit unserem späteren Erleben verbunden sein.
Vielleicht betritt jemand einen bestimmten Raum und fühlt sich plötzlich unwohl, ohne zunächst zu wissen, warum. Ein bestimmter Geruch kann eine intensive Reaktion auslösen. Eine Berührung kann vertraut oder unangenehm wirken. Eine Bewegung kann automatisch ausgeführt werden, weil der Körper sie gelernt hat.
Wenn in diesem Zusammenhang vom Körpergedächtnis gesprochen wird, bedeutet das deshalb nicht zwangsläufig, dass eine bewusste Erinnerung irgendwo im Körper abgelegt wurde.
Vielmehr geht es um die Frage, wie vergangene körperliche Erfahrungen später noch Wahrnehmung, Verhalten und körperliches Erleben beeinflussen können.
Der Begriff wird dabei nicht in allen Fachgebieten vollkommen einheitlich verwendet. Er kann unterschiedliche Formen des körperbezogenen Erinnerns und Lernens beschreiben.
Wenn eine Erfahrung körperlich spürbar bleibt
Ein Mensch muss sich nicht immer bewusst an den Ursprung einer Reaktion erinnern, um diese Reaktion wahrzunehmen.
Eine Erfahrung kann beispielsweise mit bestimmten Körperempfindungen, Bewegungsmustern oder Wahrnehmungen verbunden sein. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine bestimmte körperliche Empfindung eindeutig auf ein bestimmtes früheres Ereignis zurückgeführt werden kann.
Genau diese Unterscheidung ist wichtig.
Denn zwischen den Aussagen
„Ich spüre etwas in meinem Körper“
und
„Ich weiß genau, welches frühere Ereignis dafür verantwortlich ist“
liegt ein erheblicher Unterschied.
Körperwahrnehmung kann sehr deutlich sein, während die bewusste Erinnerung an einen möglichen Zusammenhang fehlt. Umgekehrt kann sich ein Mensch sehr genau an ein Ereignis erinnern, ohne heute noch eine besondere körperliche Reaktion darauf wahrzunehmen.
Körpergedächtnis ist daher nicht einfach eine zweite Form des bewussten Erinnerns.
Gut zu wissen
Körpergedächtnis bedeutet nicht einfach, dass bewusste Erinnerungen im Körper gespeichert werden. Der Begriff beschreibt unterschiedliche Formen, in denen vergangene Erfahrungen unser körperliches Erleben und unsere Reaktionen beeinflussen können.
Was mit „Erinnern“ überhaupt gemeint ist
Die Frage „Kann der Körper sich erinnern?“ klingt zunächst einfach. Tatsächlich hängt die Antwort davon ab, was mit dem Wort Erinnern gemeint ist.
Wenn damit gemeint ist, dass der Körper ein Ereignis genauso abspeichert wie unser bewusstes Gedächtnis, wäre diese Vorstellung zu vereinfacht.
Wenn mit Erinnern dagegen gemeint ist, dass vergangene Erfahrungen später noch Einfluss auf körperliche Wahrnehmung, Bewegungen oder Reaktionen haben können, wird die Frage differenzierter.
Unser Körper lernt beispielsweise Bewegungsabläufe. Bestimmte Reaktionen können automatisiert werden. Erfahrungen beeinflussen unsere Wahrnehmung. Auch die Art, wie wir unseren eigenen Körper wahrnehmen, kann sich durch Erfahrungen verändern.
In diesem weiteren Sinn kann der Begriff Körpergedächtnis hilfreich sein, um Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und gegenwärtigem körperlichem Erleben zu beschreiben.
Körperliche Reaktionen können an Erfahrungen gekoppelt sein
Stell Dir vor, Du hast einmal eine unangenehme Erfahrung in einer bestimmten Situation gemacht. Später begegnest Du einer ähnlichen Situation. Noch bevor Du bewusst darüber nachdenkst, bemerkst Du vielleicht Anspannung, Unruhe oder ein bestimmtes körperliches Gefühl.
Das bedeutet nicht automatisch, dass die frühere Situation die heutige Reaktion verursacht.
Es zeigt aber, dass Erfahrungen und körperliches Erleben miteinander verbunden sein können.
Auch positive Erfahrungen können auf diese Weise eine Rolle spielen. Ein bestimmter Ort, eine Stimme, eine Berührung oder eine vertraute Bewegung kann ein Gefühl von Sicherheit oder Vertrautheit auslösen.
Körpergedächtnis sollte deshalb nicht ausschließlich mit Krankheit, Trauma oder negativen Erfahrungen verbunden werden.
Es kann ebenso um Lernen, Gewöhnung, Wahrnehmung und körperliche Erfahrung gehen.
Körpergedächtnis und belastende Erlebnisse
Wenn eine Erfahrung weiterwirkt
Besonders interessant wird das Thema dort, wo ein Mensch feststellt, dass eine vergangene Erfahrung noch lange Zeit später mit einer Belastung verbunden zu sein scheint.
Das können beispielsweise sehr intensive oder überwältigende Situationen sein. Dazu können Unfälle, Verletzungen, Konflikte, Trennungen oder andere einschneidende Erlebnisse gehören.
Dabei ist wichtig: Nicht jedes belastende Erlebnis führt zu einer anhaltenden Belastung.
Menschen verarbeiten Erfahrungen unterschiedlich. Was für einen Menschen sehr einschneidend ist, kann für einen anderen weniger belastend sein. Auch die persönlichen Lebensumstände, die vorhandenen Ressourcen und die Zeit spielen eine Rolle.
Deshalb wäre es zu einfach zu sagen:
Ein belastendes Erlebnis wird automatisch im Körper gespeichert und bleibt dort.
So funktioniert menschliches Erleben nicht in einer so einfachen Ursache-Wirkungs-Kette.
Nicht jede Erfahrung bleibt belastend
Viele Erfahrungen verlieren mit der Zeit ihre emotionale Bedeutung. Ein Mensch kann ein schwieriges Ereignis erleben, es verarbeiten und später wieder unbeschwert damit umgehen.
Andere Erfahrungen können länger nachwirken.
Manchmal erinnert sich ein Mensch bewusst an das Geschehen. Manchmal ist die Erinnerung nur noch undeutlich. Und manchmal steht zunächst überhaupt nicht die Erinnerung im Vordergrund, sondern eine gegenwärtige Reaktion oder Wahrnehmung.
Gerade deshalb ist es sinnvoll, zwischen Erfahrung, Erinnerung und gegenwärtigem Erleben zu unterscheiden.
Eine heutige körperliche Empfindung beweist nicht automatisch, dass eine bestimmte vergangene Erfahrung dahintersteht.
Innerhalb der Aurachirurgie wird jedoch genau die Frage nach solchen möglichen Zusammenhängen gestellt.
Körpergedächtnis – auch in Magdeburg erforscht
Das Thema Körpergedächtnis ist nicht ausschließlich im alternativmedizinischen oder komplementären Bereich zu finden. Auch an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gibt es wissenschaftliche Forschung dazu.
Die Neurowissenschaftlerin Dr. Esther Kühn erhielt 2020 einen ERC Starting Grant für ihre Forschung zum Körpergedächtnis. Die Forschungsarbeiten beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, wie körperliche Erfahrungen im Gedächtnis repräsentiert werden und wie solche Erfahrungen Wahrnehmung und Verhalten beeinflussen können.
Im Forschungsbericht der OVGU Magdeburg wird das Projekt „Körpergedächtnis (Body Memory)“ beschrieben. Dabei werden moderne Verfahren der Bildgebung mit virtueller Realität kombiniert, um zu untersuchen, wie negative Körpererinnerungen mit somatischen Symptomen und mentaler Gesundheit zusammenhängen können.
Auch die heutige Arbeitsgruppe von Dr. Kühn führt „Body memory“ als eines ihrer Forschungsprojekte und beschäftigt sich übergeordnet mit der Frage, wie neuronale Strukturen und Prozesse mit menschlichem Verhalten und Erleben verbunden sind.
Das ist für das Verständnis des Begriffs interessant, sollte aber klar von der Aurachirurgie unterschieden werden.
Die wissenschaftliche Forschung in Magdeburg untersucht neuronale und körperbezogene Mechanismen des menschlichen Erinnerns und Erlebens. Daraus folgt kein wissenschaftlicher Nachweis für das aurachirurgische Modell von belastenden Informationen, Resonanz oder deren Neutralisierung.
Gleichzeitig zeigt die Forschung, dass die Beziehung zwischen körperlicher Erfahrung, Wahrnehmung und Erinnerung ein ernsthaft untersuchtes wissenschaftliches Thema ist.
Quellenhinweis: Die Informationen zur Forschung über das Körpergedächtnis an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg beziehen sich auf die Forschungsarbeiten der Arbeitsgruppe von Dr. Esther Kühn. Die wissenschaftliche Forschung zu „Body Memory“ untersucht unter anderem die neuronalen Grundlagen körperbezogener Erinnerungen und deren Zusammenhang mit Wahrnehmung, Verhalten und Erleben. Sie ist von den im Artikel beschriebenen Konzepten und Arbeitsweisen der Aurachirurgie zu unterscheiden.
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – Arbeitsgruppe Dr. Esther Kühn
OVGU Forschungsbericht – Forschung zum Körpergedächtnis
Was ist Zellgedächtnis?
Warum „Zellgedächtnis“ unterschiedlich verwendet wird
Im Zusammenhang mit Körpergedächtnis taucht häufig der Begriff Zellgedächtnis auf.
Er klingt zunächst so, als würden einzelne Körperzellen persönliche Erinnerungen speichern – beispielsweise die Erinnerung an einen Unfall, eine Beziehung oder eine bestimmte Lebenssituation.
Eine solche Vorstellung ist jedoch eine starke Vereinfachung.
Der Begriff Zellgedächtnis kann in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet werden und ist deshalb nicht automatisch gleichbedeutend mit persönlicher Erinnerung.
In der Biologie gibt es beispielsweise verschiedene Formen von Zellgedächtnis, bei denen Zellen frühere Zustände oder Entwicklungsprozesse beeinflussen und bestimmte Eigenschaften über längere Zeit beibehalten können. Das ist etwas anderes als die bewusste Erinnerung eines Menschen an ein Ereignis.
Deshalb sollte man vorsichtig sein, wenn aus dem Begriff „Zellgedächtnis“ die Vorstellung abgeleitet wird, eine einzelne Körperzelle könne eine konkrete biografische Erinnerung wie eine Datei speichern.
Zellgedächtnis ist nicht einfach eine Erinnerung in einzelnen Zellen
Eine persönliche Erinnerung ist in menschlichen Gedächtnisprozessen nicht mit einer einzelnen Information gleichzusetzen, die irgendwo in einer einzelnen Zelle abgelegt wird.
Erinnerung ist vielmehr mit komplexen neuronalen und körperlichen Prozessen verbunden.
Wenn daher von Zellgedächtnis gesprochen wird, sollte zunächst geklärt werden, in welchem Zusammenhang der Begriff verwendet wird.
Das gilt insbesondere für Texte und Angebote aus unterschiedlichen Bereichen. Derselbe Begriff kann dort eine völlig unterschiedliche Bedeutung haben.
Für den Artikel über Körpergedächtnis ist deshalb vor allem eines wichtig:
Zellgedächtnis und Körpergedächtnis sind keine automatisch gleichbedeutenden Begriffe.
Körpergedächtnis und Zellgedächtnis – wo liegt der Unterschied?
Die Begriffe werden im Alltag teilweise miteinander verbunden, beschreiben aber nicht dasselbe.
| Begriff | Mögliche Bedeutung |
|---|---|
| Körpergedächtnis | Sammelbegriff für Zusammenhänge zwischen früheren körperlichen Erfahrungen und späterer Wahrnehmung, Reaktion oder Verhalten |
| Körpererinnerung | Bezeichnung dafür, dass eine frühere körperliche Erfahrung später noch im Erleben eine Rolle spielen kann |
| Zellgedächtnis | Begriff, der je nach Fachgebiet unterschiedliche biologische oder nichtwissenschaftliche Bedeutungen haben kann |
| Bewusste Erinnerung | Erinnerung, die einem Menschen als bewusster Inhalt zugänglich ist |
Die Tabelle zeigt vor allem: Man sollte die Begriffe nicht einfach austauschen.
Gut zu wissen
Körpergedächtnis und Zellgedächtnis sind keine eindeutig gleichbedeutenden Begriffe. Während „Körpergedächtnis“ verschiedene Zusammenhänge zwischen Erfahrungen, körperlicher Wahrnehmung und Reaktionen beschreibt, wird „Zellgedächtnis“ in unterschiedlichen wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Zusammenhängen verwendet. Eine einzelne Erinnerung lässt sich deshalb nicht einfach als gespeicherte Information in einer bestimmten Körperzelle verstehen.
Körpergedächtnis im Verständnis der Aurachirurgie
Die bisher beschriebenen wissenschaftlichen Perspektiven bilden nicht das Arbeitsmodell der Aurachirurgie ab.
Innerhalb der Aurachirurgie wird Körpergedächtnis in einen Zusammenhang mit belastenden Informationen gestellt.
Belastende Informationen können weiterwirken
Aus aurachirurgischer Sicht kann eine Erfahrung nicht nur als bewusste Erinnerung betrachtet werden.
Eine belastende Situation kann demnach mit einer Information verbunden sein, die über die bewusste Erinnerung hinaus weiterwirkt. Dabei wird nicht davon ausgegangen, dass der Mensch jederzeit wissen muss, woher eine solche Belastung stammt.
Entscheidend ist vielmehr die Frage, ob sich im aktuellen Erleben eine Resonanz auf einen möglichen Zusammenhang zeigt.
Dabei handelt es sich um die Arbeitsweise und das Erklärungsmodell der Aurachirurgie, nicht um einen wissenschaftlich nachgewiesenen biologischen Speichermechanismus. Eine ausführliche Erklärung findest Du auf der Seite Informationsmedizin.
Der Körper als Resonanzraum
Der Begriff Resonanz beschreibt in diesem Zusammenhang eine wahrnehmbare Reaktion.
Im Rahmen einer aurachirurgischen Arbeit kann beispielsweise darauf geachtet werden, ob sich bei einem bestimmten Thema oder Zusammenhang eine Veränderung der körperlichen Wahrnehmung zeigt.
Menschen können dabei unterschiedliche Empfindungen beschreiben:
- Spannung oder Anspannung
- Wärme oder Kälte
- Kribbeln
- Druck
- Ziehen
- Stechen
- ein Gefühl von Weite oder Enge
- andere individuell wahrgenommene Veränderungen
Solche Wahrnehmungen sind zunächst Wahrnehmungen. Sie stellen für sich allein keinen medizinischen Befund und keinen Beweis für eine bestimmte Ursache dar.
Innerhalb der Aurachirurgie können sie jedoch als Resonanz verstanden und für die weitere Arbeit genutzt werden.
Muss jede belastende Information bearbeitet werden?
Der Körper kann auf Belastungen reagieren
Nicht jede schwierige Erfahrung benötigt automatisch eine gezielte Bearbeitung.
Das gilt auch innerhalb eines aurachirurgischen Verständnisses.
Menschen verfügen über unterschiedliche Möglichkeiten, mit belastenden Situationen umzugehen. Gespräche, Zeit, soziale Unterstützung, Bewegung, Ruhe, ein veränderter Lebensumstand oder die eigene Verarbeitung können dazu beitragen, dass eine Erfahrung an Bedeutung verliert.
Manche Dinge lösen sich mit der Zeit.
Andere bleiben präsent.
Und wieder andere werden erst dann als Belastung wahrgenommen, wenn eine ähnliche Situation Jahre später wieder eine Reaktion auslöst.
Manches verarbeitet sich von selbst
Ein einfaches Beispiel aus dem Alltag:
Ein Hund kann nach einer aufregenden oder stressreichen Situation den Körper schütteln und anschließend wieder in einen normalen Zustand zurückkehren.
Solche Beobachtungen werden häufig als anschauliches Beispiel dafür verwendet, dass Tiere nach aufregenden Situationen körperlich reagieren können. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, dass Hunde belastende Erinnerungen auf dieselbe Weise verarbeiten wie Menschen.
Auch bei Menschen kann man beobachten, dass körperliche Aktivität, Bewegung oder bewusste Entspannung nach einer aufregenden Situation dazu beitragen können, wieder zur Ruhe zu kommen.
Der entscheidende Punkt ist deshalb:
Eine körperliche Reaktion bedeutet nicht automatisch, dass eine dauerhafte Belastung zurückbleibt.
Wann zusätzliche Unterstützung sinnvoll sein kann
Wenn eine Erfahrung einen Menschen über längere Zeit beschäftigt oder das eigene Leben spürbar beeinträchtigt, kann es sinnvoll sein, sich Unterstützung zu suchen.
Welche Form der Unterstützung passend ist, hängt von der Situation ab.
Bei gesundheitlichen Beschwerden oder psychischen Belastungen sollte zunächst eine geeignete medizinische oder psychotherapeutische Abklärung beziehungsweise Unterstützung in Betracht gezogen werden.
Aurachirurgie kann daneben als eigenständiger Ansatz innerhalb ihres eigenen Arbeitsmodells betrachtet werden.
Sie sollte nicht als Ersatz für notwendige medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung verstanden werden.
Gerade bei körperlichen Beschwerden ist es wichtig, mögliche medizinische Ursachen nicht allein aufgrund eines vermuteten emotionalen oder energetischen Zusammenhangs auszuschließen.

Wie werden belastende Informationen über Resonanz lokalisiert?
Wenn ein möglicher Zusammenhang innerhalb der Aurachirurgie näher betrachtet werden soll, kommt die Resonanzprüfung ins Spiel.
Was bedeutet Resonanzprüfung?
Die Resonanzprüfung dient im aurachirurgischen Arbeitsmodell dazu, Hinweise darauf zu erhalten, ob ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Information für einen Menschen aktuell eine Resonanz zeigt.
Dabei wird nicht ausschließlich gefragt:
„Woran erinnerst Du Dich?“
Stattdessen kann auch betrachtet werden:
„Was zeigt sich in Deiner Wahrnehmung, wenn dieser mögliche Zusammenhang betrachtet wird?“
Das ist ein anderer Zugang.
Ein Mensch muss sich beispielsweise nicht bewusst an jedes Detail einer früheren Erfahrung erinnern, damit eine körperlich wahrnehmbare Reaktion auftreten kann.
Die Resonanzprüfung soll dabei helfen, solche möglichen Zusammenhänge systematisch zu betrachten.
Was wird bei der Resonanz wahrgenommen?
Die Wahrnehmung kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.
Manche Menschen beschreiben beispielsweise ein Ziehen, einen Druck oder eine Spannung. Andere nehmen Wärme oder Kälte wahr. Wieder andere bemerken Kribbeln, ein Gefühl von Enge oder eine andere Veränderung.
Es gibt dabei keine bestimmte Empfindung, die zwingend auftreten muss.
Ebenso wichtig ist: Eine solche Wahrnehmung ist nicht automatisch ein Beweis dafür, dass ein bestimmtes Ereignis die Ursache eines körperlichen Symptoms ist.
Sie wird innerhalb der Aurachirurgie als Hinweis beziehungsweise Resonanz verstanden.
Gut zu wissen
In der Aurachirurgie wird nicht allein danach gefragt, woran Du Dich bewusst erinnerst. Auch körperlich wahrnehmbare Resonanz kann Hinweise auf einen belastenden Zusammenhang geben.
Von der Resonanz zum möglichen Zusammenhang
Der nächste Schritt besteht darin, die wahrgenommene Resonanz genauer einzuordnen.
Dabei kann beispielsweise untersucht werden, ob ein bestimmtes Thema, eine Erfahrung oder eine Information eine erkennbare Resonanz hervorruft.
Das Ziel ist nicht, möglichst viele mögliche Ursachen zu finden.
Vielmehr geht es darum, einen möglichen Zusammenhang einzugrenzen und anschließend gezielt damit zu arbeiten.
Was geschieht mit einer belastenden Information?
Im aurachirurgischen Arbeitsmodell folgt auf die Lokalisierung eines möglichen belastenden Zusammenhangs die eigentliche aurachirurgische Arbeit.
Dabei wird die betreffende Information nicht als körperliches Objekt verstanden, das beispielsweise chirurgisch entfernt werden müsste.
Der Begriff „Aurachirurgie“ beschreibt hier vielmehr eine Arbeit mit wahrgenommenen beziehungsweise angenommenen Informationszusammenhängen.
Der mögliche belastende Zusammenhang wird innerhalb dieses Modells gezielt bearbeitet beziehungsweise neutralisiert.
Anschließend kann die Resonanz erneut überprüft werden.
Dabei stellt sich die Frage, ob die zuvor wahrgenommene Resonanz noch vorhanden ist oder sich verändert hat.
Der Ablauf lässt sich vereinfacht so darstellen:
Erfahrung → mögliche belastende Information → Resonanz → Resonanzprüfung → Lokalisierung → aurachirurgische Arbeit → erneute Resonanzprüfung
Diese Darstellung beschreibt ausdrücklich das aurachirurgische Arbeitsmodell.
Sie ist keine Darstellung eines wissenschaftlich nachgewiesenen biologischen Mechanismus.
Vom Erlebnis zur Resonanz

Erfahrung – Eine Situation wird erlebt.
↓
Belastende Information – Im aurachirurgischen Modell kann eine Erfahrung mit einer belastenden Information verbunden bleiben.
↓
Mögliche Resonanz – Ein Zusammenhang kann sich beispielsweise über körperlich wahrnehmbare Empfindungen zeigen.
↓
Resonanzprüfung – Die Resonanz wird gezielt betrachtet.
↓
Lokalisierung – Ein möglicher Zusammenhang wird innerhalb des Arbeitsmodells näher eingegrenzt.
↓
Aurachirurgische Arbeit / Neutralisierung – Die betreffende Information wird gezielt bearbeitet.
↓
Erneute Resonanzprüfung – Es wird überprüft, ob sich die zuvor wahrgenommene Resonanz verändert hat.
Die Darstellung beschreibt das aurachirurgische Arbeitsmodell und nicht einen wissenschaftlich nachgewiesenen biologischen Prozess.
Was kann Körpergedächtnis bedeuten – und was nicht?
Der Begriff Körpergedächtnis ist interessant, weil er eine Verbindung zwischen Erfahrung, Körper und gegenwärtigem Erleben beschreibt. Gleichzeitig kann er leicht missverstanden werden.
Deshalb lohnt sich eine klare Abgrenzung.
Körpergedächtnis bedeutet nicht automatisch eine bewusste Erinnerung im Körper
Wenn Du Dich an einen Menschen, einen Unfall oder ein Gespräch erinnerst, bedeutet das nicht, dass diese Erinnerung als fertige Information in einer bestimmten Körperstelle gespeichert ist.
Körpergedächtnis ist kein einfacher Speicherbegriff.
Eine körperliche Empfindung beweist keine bestimmte Ursache
Wenn Du beispielsweise Druck im Brustbereich, Anspannung im Bauch oder eine andere körperliche Wahrnehmung feststellst, lässt sich daraus nicht automatisch auf ein bestimmtes vergangenes Ereignis schließen.
Körperliche Beschwerden und Symptome können sehr unterschiedliche Ursachen haben und sollten bei Bedarf medizinisch abgeklärt werden.
Nicht jede belastende Erfahrung bleibt belastend
Menschen können Erfahrungen verarbeiten.
Eine schwierige Situation muss nicht dauerhaft Auswirkungen haben. Zeit, neue Erfahrungen und persönliche Ressourcen können dazu beitragen, dass eine frühere Belastung an Bedeutung verliert.
Nicht jede Belastung muss mit Aurachirurgie bearbeitet werden
Auch innerhalb der Aurachirurgie geht es nicht darum, aus jeder Erfahrung eine belastende Information zu machen.
Der entscheidende Ausgangspunkt ist das gegenwärtige Erleben und die Frage, ob überhaupt eine relevante Resonanz vorhanden ist.
Wissenschaftliche Forschung und Aurachirurgie sind voneinander zu unterscheiden
Dass Körpergedächtnis wissenschaftlich erforscht wird, bedeutet nicht, dass damit das aurachirurgische Modell wissenschaftlich bestätigt wäre.
Die Forschung an der Universität Magdeburg beschäftigt sich mit neuronalen Mechanismen und der Beziehung zwischen körperlichen Erfahrungen, Wahrnehmung, Verhalten und mentaler Gesundheit. Die Aurachirurgie arbeitet dagegen mit einem eigenen Modell von Information und Resonanz.
Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn man sich seriös mit dem Thema auseinandersetzen möchte.
Körpergedächtnis verstehen – das Wichtigste zusammengefasst
Körpergedächtnis ist ein vielseitiger Begriff. Er kann unterschiedliche Zusammenhänge zwischen vergangenen Erfahrungen und unserem heutigen körperlichen Erleben beschreiben.
Die wichtigsten Punkte:
- Körpergedächtnis ist nicht dasselbe wie bewusste Erinnerung.
- Frühere körperliche Erfahrungen können Wahrnehmung, Verhalten und Reaktionen beeinflussen.
- Eine körperliche Reaktion beweist nicht automatisch eine bestimmte Ursache.
- Zellgedächtnis und Körpergedächtnis sind nicht gleichbedeutend.
- Das Thema Körpergedächtnis wird auch wissenschaftlich erforscht, unter anderem an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
- Innerhalb der Aurachirurgie werden belastende Informationen als mögliche Zusammenhänge betrachtet, die sich über Resonanz zeigen können.
- Die Resonanzprüfung dient im aurachirurgischen Arbeitsmodell dazu, solche möglichen Zusammenhänge näher zu betrachten.
- Nicht jede Erfahrung bleibt belastend und nicht jede körperliche Reaktion benötigt eine aurachirurgische Bearbeitung.
- Aurachirurgie ersetzt keine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung.
Vielleicht ist genau diese Differenzierung der wichtigste Zugang zum Thema: Der Körper ist nicht einfach ein Speicher für bewusste Erinnerungen. Gleichzeitig können Erfahrungen und körperliches Erleben eng miteinander verbunden sein.
Die Aurachirurgie betrachtet diese Verbindung aus ihrer eigenen Perspektive und fragt danach, ob sich hinter einer aktuellen Resonanz ein belastender Informationszusammenhang zeigen könnte.
Du möchtest Aurachirurgie selbst erleben?
Wenn Du das Arbeitsmodell der Aurachirurgie nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern selbst erfahren möchtest, kannst Du einen persönlichen Termin vereinbaren.
Eine Resonanzprüfung und die anschließende aurachirurgische Arbeit werden dabei individuell auf Deine aktuelle Situation ausgerichtet.
